Boppard for Future

 

Boppard for future

 

Forderungen
O F F E N E R   B R I E F

 

an den Bürgermeister, die Beigeordneten und die StadträtInnen der Stadt Boppard inklusive dem Positionspapier "Boppard for Future" zum SPD-Stadtratsantrag "Klimanotstand".

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Beigeordnete und StadträtInnen,

 

im Auftrag des Aktionsbündnisses "Boppard for Future" und als positive Reaktion auf den vorab veröffentlichten SPD-Stadtratsantrag "Klimanotstand" übersende ich Ihnen anbei das unsererseits erarbeitete Positionspapier »"Boppard for Future" zum Thema "Boppard erklärt den Klimanotstand"«.

 

Das Aktionsbündnis "Boppard for Future" vertritt die Auffassung, dass die bisherigen Maßnahmen und Planungen der Stadt Boppard zur Eindämmung der Klimakrise nicht ausreichen.

 

Deshalb fordert das Aktionsbündnis "Boppard for Future", analog zur SPD-Stadtratsfraktion, dass die Stadt Boppard den Klimanotstand erklärt und dieser existentiellen Aufgabe dauerhaft und konsequent vorrangige Berücksichtigung schenkt.

 

Da der vorab öffentlich gemachte Stadtratsantrag der SPD-Fraktion "Klimanotstand" aus unserem Empfinden die Relevanz und Dringlichkeit der geforderten Handlungsverpflichtungen noch nicht ausreichend widerspiegelt, haben wir unsere Vorstellungen in einer alternativen Antragsvorlage formuliert, welche in beigefügtem Dokument "B4F_Positionspapier_Klimanotstand_20190916.pdf" enthalten ist.

 

Zielsetzung unserer Übersendung ist, Sie um die Nachschärfung des SPD-Fraktionsantrag "Klimanotstand" zu bitten, so dass der daraus resultierende Stadtratsbeschluss deutlicher signalisiert, dass die Stadt Boppard Ihrer Verantwortung in Bezug auf die Eindämmung der auch schon bei uns angekommenen Klimakrise gerecht werden wird.

 

Herzlichen Dank und
freundliche Grüße sendet

 

i.A. Georg Scherzinger

 

Mitglied Aktionsbündnis "Boppard for Future"

 

RHA Artikel   Positionspapier

 


Klimanotstand:

 

Wir, das Aktionsbündnis "Boppard for Future" fordern die Stadt Boppard auf, den Klimanotstand auszurufen. Ziel bei diesem ist es,

Durch diesen nicht nur symbolischen Akt soll die Stadt Boppard verdeutlichen, dass wir anerkennen: Der menschengemachte Klimawandel ist real und MUSS eingedämmt werden.

Zusätzlich damit verbunden ist die Ankündigung, alle politischen Entscheidungen so zu treffen, dass die Maßnahmen klimaschützend oder zumindest klimaneutral sind. Beispielsweise sollten alle kommunalen Beschlussvorlagen ein Kästchen mit "Auswirkungen auf den Klimaschutz" haben, bei dem angekreuzt werden muss, ob Projekte einen positiven oder negativen Effekt auf das Klima haben. Der Bürgermeister muss jährlich über die geplante Reduktion der Emissionen sprechen und städtische Unternehmen sollen berichten, inwiefern sie zum Klimaschutz beitragen.

 

Zusätzlich soll die Stadt die Stelle eines Mobilitätsmanagers etablieren, der bewirken soll, dass einerseits die Einwohner weniger Auto fahren und andererseits ein Verkehrsleitsystem mit Parkplatzkonzept erarbeitet wird, um auch die Kernstadt vom störenden Autoverkehr zu befreien. Außerdem muss geprüft werden, wie teuer ein Energiemanagement für städtische Gebäude ist und über eine Solarpflicht für Neubauten beraten werden. Zudem sollten alle aktuell in Planung befindlichen wie alle künftigen Sanierungen auf ihre klimafreundliche Umsetzung hin überprüft werden. Die Stadt Boppard muss bereits vor 2050 klimaneutral werden!

Plastik- beziehungsweise einwegfrei:

 

Die Stadt Boppard muss soll alle öffentlichen Feste und Veranstaltungen zwingend plastik- beziehungsweise einwegfrei gestalten. Besteck, Teller, Gläser, etc. sollen entweder über entsprechende Eigenanschaffung oder über Leihfirmen organisiert werden.

 

Blühwiesen:

 

Alle öffentlichen Grün- und Grasflächen müssen auf die Möglichkeit zur Errichtung von Blühwiesen hin überprüft werden. Ziel ist es, wo immer möglich, Blühwiesen mit Insektenhotels anzulegen und nur deren Ränder im Turnus zu mähen.

 

Pestizide: Herbizide, Fungizide und Insektizide:

 

Die Stadt Boppard ist aufgefordert endlich ein öffentliches Statement in Bezug auf die Verbannung von Glyphosat und/oder ähnlichen Pestiziden abzugeben, um so mit ihrer Vorbildfunktion den Druck auf die Privatwirtschaft zu erhöhen, ebenfalls auf die Nutzung dieser gesundheitsschädlichen Pestizide zu verzichten, denn Pestizide

• gefährden als Rückstände in Lebensmitteln und über Abdrift die menschliche Gesundheit
• töten nicht nur "Zielorganismen", sondern auch Nützlinge wie Bienen und andere Bestäuber
• zerstören die Nahrungsgrundlage für Insekten, Vögel und andere Feldtiere und tragen so wesentlich zum Artensterben bei
• landen über Verwehungen auch auf biologisch bewirtschafteten Feldern, Randstreifen, Feldwegen, Gärten und in Gewässern.

 

Elektromobilität:

 

Bei Fahrzeugneuanschaffungen durch die Stadt und/oder durch zugehörige städtische Betriebe sind Elektromobile zwingend zu bevorzugen.

 

ÖPNV und Pendeldienste:

 

Die Stadt Boppard soll, wo immer möglich, entschiedenen Einfluss auf eine stärkere Wiedereinrichtung von ÖPNV-Angeboten nehmen. Auch sollen Pendeldienste mit Kleintransportern geprüft und deren Einrichtung unterstützt werden, gerade auch um ältere Mitbürger mobil zu halten und ihnen auch weiterhin das Wohnen in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen.

 

Energiewende:

 

Die Stadt Boppard muss endlich ihrer Verantwortung gerecht werden und muss – analog zum Rhein-Hunsrück-Kreis – als sogenannte "Energie-Kommune" den Ausbau erneuerbarer Energien fördern und forcieren. Andere Städte und Gemeinden sind entschieden weiter als die Stadt Boppard und verfügen in Konsequenz über deutliche Einnahmen, denn die finanziellen Nebeneffekte für die kommunalen wie auch privaten Haushalte summieren sich auf Millionenbeträge jährlich. Geld, das vor einigen Jahren noch in die Erdöl und Erdgas produzierenden Länder floss.

B4F_Logo

 

KONTAKTDATEN

Telefon
+49 (0) 151 / 1622 7580
E-Mail
Mail@Boppard4Future.de